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Sonnenschutz? – Hoch! Maximaler UV-Schutz

PR – Im Sommer ist die Sonne unsere beste Freundin: Sie wärmt, sorgt für gute Laune, verleiht unserer Haut nach und nach einen schön gebräunten Teint. Doch die Sonne kann auch gefährlich sein – besonders schädlich sind die elektromagnetischen, fürs menschliche Auge unsichtbaren UV-Strahlen.

Hier ist ein effektives Sonnenschutzmittel unverzichtbar. Doch worauf sollte man beim Kauf achten? Wie lange darf man ein entspanntes Sonnenbad nehmen, bevor es für die Haut gefährlich wird? Und verzögert ein hoher LSF nicht die begehrte Sommerbräune?

Zwei Experten von VICHY und SkinCeuticals haben unsere Fragen zum Thema UV-Schutz beantwortet.

beautypress: Was ist der Unterscheid zwischen UVA- und UVBStrahlen?

Dr. Katrin Kipper, wissenschaftliche Leitung von VICHY: Die UVB-Strahlen sind energiereicher als die UVA-Strahlen, dringen aber nur bis in die Oberhaut ein. Dort sind sie mit verantwortlich für die Verdickung der Hornhaut, die die Haut vor der Sonne schützt. Außerdem kurbeln sie die Vitamin-D-Synthese an und sorgen für die Sonnenbräune.

Eine zu hohe UVB-Strahlung kann einen Sonnenbrand verursachen und sogar in den Zellen der Oberhaut Hautkrebs auslösen. Die UVA-Strahlen hingegen haben zwar weniger Energie als die UVB-Strahlen, dringen aber tiefer bis in die Dermis ein. Ihnen werden auch die sonnenbedingte Hautalterung (Photoaging) und das Auslösen bestimmter Allergien angelastet.

Brandgefährlich: Wasser reflektiert 5-10 % UV-Strahlung, Sand 15-25 %

beautypress: Wie definieren sich Infrarot-Strahlen? Welche Bedeutung haben sie?

Linda Blahr, wissenschaftliche Leitung von SkinCeuticals: Die UV-Forschung hat sich in den letzten Jahren stark entwickelt. Stand seit Anfang des 20. Jahrhunderts vor allem die Erforschung von UVB und UVA im Fokus, widmet sich die Forschung seit Beginn des 21. Jahrhunderts auch der Erforschung der IR-Strahlung.

Neue Studien zeigen, dass Infrarot-A-Strahlen die Bildung freier Radikale in der Haut fördern und damit in Zeichen vorzeitiger Hautalterung resultieren. Es konnte nachgewiesen werden, dass IRA-Strahlen tiefer als UVA- und UVB-Strahlen in die Haut eindringen. Freie Radikale, die durch IRA-Strahlen gebildet werden, schädigen die für eine intakte Hautstruktur verantwortlichen tieferen Schichten der Haut und lassen sie vorzeitig altern.

beautypress: Wie schnell würde die Haut ohne Sonnenschutz verbrennen?

Dr. Katrin Kipper: Sonne an sich ist natürlich wichtig für den Körper, aber nur mit einem ausreichenden Lichtschutzfaktor, der auf den Hauttyp abgestimmt ist. Daran hat sich nach wie vor nichts geändert, doch leider wird es sich immer noch zu wenig eingecremt, das heißt ein zu niedriger Lichtschutzfaktor und zu wenig Creme verwendet.

Pauschal lässt sich anhand des Hauttyps nicht genau sagen, welche Sonnen-Dosis die Haut ohne Schäden verträgt. Die Eigenschutzzeit der Haut hängt neben dem Hauttyp auch von anderen Faktoren, wie dem geographischen Aufenthaltsort und damit der Strahlungsintensität, der Jahreszeit und der Ernährung ab. Es gilt also das persönliche Risiko einzuschätzen. Kinderhaut und Allergiegefährdete sowie sensible Haut sind dabei unabhängig von Haut- und Haarfarbe als extrem empfindlich mit einer Eigenschutzzeit von 5-10 Minuten einzustufen.

Generell gilt folgende Einteilung:

Typ 1: Eigenschutzzeit 5-10 Minuten

extrem empfindlich, sehr helle Haut, rötliches Haar, viele Sommersprossen

Typ 2: Eigenschutzzeit 10-15 Minuten

empfindlich, helle Haut, blondes Haar, oft Sommersprossen, schnell Sonnenbrand

Typ 3: Eigenschutzzeit 15-25 Minuten

normal empfindlich, hellbrauner Teint, dunkelblond bis brünette Haare, kaum Sommersprossen

Typ 4: Eigenschutzzeit 20-30 Minuten

wenig empfindlich, dunkler Teint, braunes Haar, nie Sommersprossen, selten Sonnenbrand

beautypress: Wie lange kann man sich mit „maximalem UV-Schutz“ in der Sonne aufhalten?

Dr. Katrin Kipper: Der auf Sonnenschutz-Produkten angegebene LSF-Wert schützt die Haut vor UVB-Strahlen und bezieht sich auf die Verlängerung der Eigenschutzzeit der Haut.

Ein Rechenbeispiel: Person x vom Hauttyp 1 (sehr hell) hat zehn Minuten Eigenschutzzeit im Mittelmeerraum. Mit einer Creme LSF 50 verlängert sich diese auf 500 Minuten, das heißt gut acht Stunden, bevor Schäden durch UVB-Strahlen riskiert werden (z.B. Sonnenbrand).

Ein neuer Messwert kam jüngst hinzu: der PPD-Wert. Dieser gibt den Schutzfaktor vor UVA-Strahlen an. „PPD“ steht für „persistent pigment darkening“, eine Messmethode, bei der die Pigmentierung erst zwei Stunden nach der Bestrahlung kolorimetrisch gemessen wird. Bei einem PPD von 33 dringt 33-mal weniger UVA-Strahlung auf die Haut als ohne Verwendung einer Creme. Da der PPD-Wert selten gesondert ausgewiesen wird, indiziert ein Siegel (UVA im Kreis), dass die Mindestanforderung der EU von PPD = 1/3 LSF (bei LSF 50 also rund 17) eingehalten sind. Die Produkte der Linie Capital Soleil von VICHY z.B. übersteigen diese Anforderungen der EU.

Solange ein möglichst hoher Schutz angewendet und das Sonnenbad nicht über die Schutzzeit hinaus ausgedehnt wird, kann man die Sonne ohne Bedenken genießen.

Aus dermatologischer Sicht gibt es aber keine „gesunde“ Bräune, denn die Melanin-Produktion ist immer ein Schutzmechanismus der Haut, um sie vor den schädlichen Angriffen von UVB- und UVA-Strahlen zu schützen. Bräune ist eine Reaktion unseres Körpers, um sich vor UV-Licht zu schützen. Durchdringend: Weder Sonnenschirme noch Bäume oder Kleidung bieten genügend Schutz, sondern lassen einen Teil der UV-Strahlung hindurch.

beautypress: Worauf sollte man bei der Zusammensetzung von Sonnenschutzmitteln achten?

Dr. Katrin Kipper: Zu den Grundlagen von Lichtschutzprodukten sollten photostabile Breitbandfilter gehören. Damit wird auch nach mehreren Stunden in der Sonne die gute Wirksamkeit im UVA- Und UVB-Bereich garantiert.

beautypress: Gibt es Inhaltsstoffe, die eventuell bedenklich oder ungeeignet für bestimmte Hauttypen sind?

Dr. Katrin Kipper: Bei fettiger Haut sollte auf überschüssige Lipide verzichtet werden. Also keine reichhaltigen Cremes und Sonnenöle verwenden. Stattdessen empfiehlt sich ein leichtes, mattierendes Sonnenschutzfluid.

Auch Kinder benötigen einen besonderen Schutz, da sie besonders sonnenbrandgefährdet sind. Daher ist es wichtig, für sie ausschließlich LSF 50+ zu verwenden und außerdem darauf zu achten, dass das Produkt einen hohen UVA-Faktor hat, was bei ausgewiesenen Kinderprodukten oft der Fall ist. Wer hier auf Nummer sicher gehen möchte, sollte sich in der Apotheke beraten lassen.

beautypress: Wird Sonnenschutz unter oder über Gesichtspflege und Make-up getragen?

Dr. Katrin Kipper: Der Sonnenschutz sollte immer die erste Schicht auf der Haut sein und besonders unter dem Make-up aufgetragen werden. Am besten eignet sich eine Creme, die Sonnenschutz und Gesichtspflege miteinander vereint. Es gibt heute hautperfektionierende Sonnenschutz-Cremes, die durch ihren hohen Lichtschutz vor Sonnenstrahlung schützen und gleichzeitig vorzeitiger Hautalterung vorbeugen.

beautypress: Erreicht man auch mit hohem LSF eine Bräune?

Dr. Katrin Kipper: Ja, die Bräune entsteht zwar etwas langsamer, aber ist oft nicht mit einem Sonnenbrand verbunden und hält dadurch auch länger. Aber nicht vergessen: Auch im Schatten immer eincremen, denn uneingecremt kann man auch dort einen Sonnenbrand bekommen!

beautypress-Tipps: Unsere Do’s und Dont’s in der Sonne

Do’s

  • Viel hilft viel: Lieber einmal zu viel eincremen und mit einem höhere LSF, als die Haut durch einen Sonnenbrand belasten.
  • Lagerung und Frische: Sonnenschutzmittel im Kühlschrank aufbewahren. Die Haltbarkeit des Produkts verlängert sich und beim Auftragen entsteht ein angenehm kühles Gefühl auf der Haut.
  • Step by step: Sonnenschutz immer unterm Make-up auftragen. Viele Gesichtscremes beinhalten heutzutage LSF 10.
  • Extratipp: Thermalwasser kann Lichtschutzmittel qualitativ verbessern. Auch Thermalwasserspray wirkt erfrischend.
  • Sonnenschutz von innen: Wirkstoffe in grünem Tee trinkt oder Tomatensuppe können die Haut aufgrund der antioxidativen Wirkung von innen heraus stärken und die Eigenschutzzeit leicht erhöhen. Zuverlässiger wirken Nahrungsergänzungsmittel, z.B. spezielle Kapseln.

Dont’s

  • Bräunungscreme ohne LSF bzw. LSF unter 25 verwenden: Auch wenn man fürchtet, nicht richtig braun zu werden, darf man auf einen LSF nicht verzichten. Zwar lässt die Bräune tatsächlich etwas länger auf sich warten, sie ist dadurch aber auch langanhaltender.
  • Sich ungeschützt der prallen Mittagssonne aussetzen: Zu dieser Zeit ist die Sonne am aggressivsten, die Gefahr eines Hitzeschlags am größten. Man sollte sich nur mit maximalem LSF im Freien aufhalten!
  • Sofort ins kühle Nass springen: Wer ordentlich Sonne getankt hat und sich erfrischen will, sollte dies vorsichtig tun und vor dem Sprung ins Wasser die Haut durch Duschen erst einmal vorsichtig abkühlen und auf den Temperaturunterschied vorbereiten.
  • Einfach ein T-Shirt überziehen: Kleidung ersetzt die Sonnencreme nicht. Ein leichtes, weißes Shirt bietet z.B. gerade einmal einen LSF 10. Je dicker und dunkler der Stoff, desto besser. Wer ganz sicher gehen will, sollte Kleidung mit UV-Schutz tragen.
  • Im Winter die Gefahr vergessen: Selbst Schnee kann bis zu 85% der UV-Strahlen reflektieren. Auf der Piste oder während einer Schneewanderung also nicht auf Sonnenschutz verzichten!

 

Interview: beautypress.de

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