Selbstgemacht: DIY & Kreatives/Wissenswertes

Deutsches Tapeten Institut erklärt: So tapezierst Du richtig

Tapezieren oder streichen? Das eine ist einfach, wenn auch nicht unkompliziert, das andere ist bunt, frech und mit viel Arbeit verbunden. DTI erklärt, wie Du richtig tapezierst und Miss DIY zeigt es Dir.

PR – Wie einfach Tapezieren sein kann, zeigt die Miss Do-it-yourself (DIY), Martina Lammel. Bekannt ist die 44-jährige Baden-Württembergerin aus Fernsehsendungen wie dem „ARD Buffet“ oder dem Pro7 Wissensmagazin „Galileo“. Im November 2013 wurde sie von der DIY Academy zu Deutschlands bester Heimwerkerin gekürt.

Seit 2002 sucht die DIY Academy alle zwei Jahre nach der begabtesten Heimwerkerin Deutschlands. Mit dem Contest möchte sie zeigen, dass viele Frauen sich nicht auf vermeintlich typische Frauen-Tätigkeiten beschränken, sondern auch wissen, wie man gekonnt mit Quast, Spachtel und Kleister umgeht.

Und so einfach geht es. Die Miss DIY macht’s vor:

  • Das Schwierigste direkt zu Beginn: Bevor tapeziert wird, muss man sich für eine neue Tapete entscheiden – und das fällt bei der großen Tapetenvielfalt gar nicht so leicht. Ist die Tapetenart, wie z.B. Foto-, Vlies-, Papier- oder Textiltapete festgelegt, kann zwischen unzähligen Mustern, Farben und Strukturen ausgewählt werden. Wir verwenden aufgrund der leichten Verarbeitbarkeit die beliebteste Tapete: die Vliestapete. Bei ihr fallen Weichzeiten weg und der Kleister kommt direkt auf die Wand und die Tapete lässt sich leicht an der Wand abrollen.
  • Zum Tapezieren wird folgendes Werkzeug benötigt: Wasserwaage, Bleistift, Zollstock, Moosgummirolle, Lammfellrolle, ggf. Nahtroller, Tapezierspachtel oder -schiene, Tapezierbürste, Cutter, Schere, Pinsel, Spezialkleister z.B. Kleister für Vliestapeten von Metylan, Pinsel, eventuell ein Tapeziertisch, Leiter, Eimer

Deutsches Tapeten Institut erklärt: So tapezierst Du richtig

  • Das komplette Paket Spezialkleister nach Packungsanleitung mit Wasser in einem Eimer anrühren.

Deutsches Tapeten Institut erklärt: So tapezierst Du richtig

  • Die angrenzende Decke und Boden mit Kreppband abkleben.
  • Um die Tapete lotrecht zu verkleben, muss die Wand mit Hilfe der Wasserwaage und dem Bleistift markiert werden.
    Hinweis: Hier wird mit einer Mustertapete gearbeitet, daher wird von der Wandmitte beginnend tapeziert. Die seitlichen Bahnen werden entsprechend zurechtgeschnitten.

Deutsches Tapeten Institut erklärt: So tapezierst Du richtig

  • Anschließend die Wandhöhe ausmessen und das Maß plus 5 cm Überstand auf die Tapetenrolle übertragen.
  • Die Tapete an der entsprechenden Stelle umknicken und entlang des Knickes mit einer Schere zurechtschneiden.

Deutsches Tapeten Institut erklärt: So tapezierst Du richtig

  • Für die angrenzende Bahn den Rapport beachten, dafür die Tapeten Stoß auf Stoß legen.
    Hinweis: Beim versetzten Halbansatz (wie hier) sind die erste und dritte Bahn sowie die zweite und vierte Bahn identisch. Dazwischen gibt es eine Musterverschiebung um eine halbe Rapporthöhe.
  • Vlieskleister etwas über Bahnbreite mit einer Lammfellrolle oder Quast direkt auf die Wand auftragen – in den Ecken einen Pinsel verwenden. Metylan hat einen Spezialkleister, der am Anfang pink ist, der aber nach einiger Zeit vollständig durchsichtig wird. Hier lässt sich gut erkennen, ob man den Kleister gleichmäßig und ausreichend aufgetragen hat.
  • Die zugeschnittene erste Bahn mit Überstand zur Decke anlegen und von Innen nach Außen mit einer Tapezierbürste feststreichen. In den Ecken die Tapete mit einem weichen Spachtel fixieren.

Deutsches Tapeten Institut erklärt: So tapezierst Du richtig

  • Angrenzende Bahn andrücken und ggf. mit einem Nahtroller den Nahtbereich mit leichtem Druck andrücken.
  • Die Überstände an Decke und Boden entlang einer Tapezierschiene oder eines Tapezierspachtels mit einem Cutter abtrennen.
  • Ausgetretenen Kleister mit einem sauberen Schwamm und sauberen Wasser entfernen.
  • Wird eine Innenecke tapeziert, ist zu beachten, dass eine Bahnbreite nicht „um die Ecke“ oder „durch die Ecke“ tapeziert wird. Daher den Abstand von der Bahn zur angrenzenden Wand ausmessen und mit 1 bis 2 cm Überstand auf die Tapetenrolle übertragen. Die zurechtgeschnittene Bahn an die Wand bringen.
  • Die restliche Tapetenbahn wird an der anliegenden Wand angebracht. Vorher erneut das Lot fällen.
  • Bevor an Steckdosen gearbeitet wird, unbedingt den Strom am Sicherungskasten abstellen. Zuerst die Blenden von den Steckdosen abnehmen, da die Tapetenbahn über die Steckdosen tapeziert wird. Anschließend die Erdungskontakte mit der Hand durch die Tapete drücken und sauber mit einem Cutter ausschneiden.
  • Zum Schluss das Meisterwerk und seine vollbrachte Leistung bestaunen.
Text + Bild: DTI/DTI Academy

 

 

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