Elektrogeräte: Strom ist Muss/Gesicht, Body & Co.

Tipps für die Haarentfernung mit IPL

Eigentlich ist ja schon schön, ein Gerät, das dafür sorgt, dass weniger Haare wachsen und im Idealfall gar nicht mehr. Mit einigen Tipps zur Behandlung funktioniert auch IPL besser.

Ich durfte das Remington iLight IPL6780 testen, aber nachfolgende Tipps sowie Ratschläge beziehen sich auch auf andere Geräte, insofern nicht anders angegeben.

Denn wenn man es richtig macht, kann es ja eigentlich nur zu einem positiven Ergebnis führen – falls man überhaupt Ergebnisse sieht.

1. Gebrauchsanweisungen lesen

Egal, für welches Gerät man sich entscheidet, die Gebrauchsanweisung muss (!) gelesen werden, und im Idealfall bevor man ein Gerät kauft. Bei Remington findet man die jeweilige Bedienungsanleitung beim Produkt selbst. Bei Philips gibt es die Bedienungsanleitung auch beim Produkt, unter dem Punkt Support. Und auch beim Braun unter dem jeweiligen Produkt und dann unter dem Punkt Pflege.

Dabei geht es nicht nur darum, ob man das Gerät überhaupt nutzen darf (nicht nur wegen dem Hauttyp, sondern auch wegen Muttermale, Tätowierungen, Implantate…), sondern auch wie das Gerät verwendet wird.

2. Hauttyp bestimmen

Beim Produkttest der Konsumgöttinnen waren einige Tester dabei, die das Gerät gar nicht nutzen durften, weil der Haut- und Haartyp nicht geeignet ist. Bei einem Produkttest, wo man das Gerät zurücksenden kann, ist es weniger schlimm, kauft man aber ein Gerät für 400-500 Euro, dann ärgert man sich schon – auch wenn man es zurück geben kann.

Also unbedingt vorher überprüfen, ob man dafür überhaupt geeignet ist. Die Haut darf nicht zu dunkel sein, und die Haare wiederum nicht zu hell, bzw. nicht Rot oder Grau. Es funktioniert auch nicht, wenn eben Haut & Haar nicht wollen.

3. Bist du Rasiertyp oder Epiliertyp?

Seltsame Frage, aber mit dem Remington IPL 6780 darf man sich während des Flashens nur rasieren, beim Lumea Precision Plus IPL darf wohl auch nur rasiert werden, beim Lumea Essential IPL hingegen darf rasiert, gewachst oder epiliert werden, beim Braun hab ich nix gefunden – geht evtl. auch beides. (Alle Angaben ohne Gewähr).

Wer nur rasiert, hat die wenigsten Probleme, wer aber wie ich auch epiliert, wird sich vielleicht eher für ein Gerät entscheiden, mit dem man auch epilieren kann. Ich hätte gerne zwischendurch mal epiliert, mir ging das Rasieren auf die Nerven. Nebenbei, wenn keine Haare mehr da sind, ist auch der Schmerz geringer (falls überhaupt vorhanden).

4. Die Zeit mit einberechnen

So ein IPL-Durchgang dauert seine Zeit, abhängig davon, was man alles flashen möchte. Wer rasiert, muss +- 24 Stunden vorher auch noch alle Körperstellen rasieren. Man kann es auch direkt davor machen, bei Schnittwunden, die jeweiligen Stellen auslassen (macht auch Aua).

Ich habe mal gemessen, im Optimalfall brauche ich für einen Unterschenkel: 9 Blitze in einer Reihe (oben nach unten), und 11 Reihen (oben am Knie gemessen). Im Automatik-Modus löst der Remington alle 3 Sekunden einen Impuls aus.

Perfekter Fall: 9 Blitze x 3 Sekunden x 11 Reihen = 297 Sekunden = 4,95 Minuten = 4 Minuten 57 Sekunden. Hinzu kommen aber die Sekunden, die man benötigt, um eine Bahn zu wechseln, plus die Sekunden, wenn das Gerät nicht korrekt auffliegt und man korrigieren muss, plus die Sekunden, die man aufwenden muss, um die Hand zu wechseln oder das Kabeln aus dem Weg zu räumen muss oder…

5 Minuten für einen Unterschenkel, 10 für beide – mindestens 10 Minuten für einen Oberschenkel – Knie braucht auch etwas länger (ich habs immer extra gemacht) – ergibt für beide Beine: 40-50 Minuten. Das kommt auch wirklich so hin, vor allem, weil man Oberschenkel einfacher flashen kann, da die einfach „dicker, rundlicher, wohlgeformter“ sind als Unterschenkel mit Wade und der V-Form.

5. Flashen von oben nach unten?

Die V-Form… bezogen auf den Unterschenkel. Dieser hat eine klassische Form eines Vs – oben am Knie dicker und unten an den Fesseln schlanker. Normalerweise würde man von oben-nach-unten, verschieben, unten-nach-oben flashen. Da lässt man aber Stellen aus, eben wegen der V-Form.

Wenn ich am Knie 11 Reihen brauche, am Knöchel aber nur 5 Reihen (Beispiel), fehlen mir oben 6 Reihen, hinzu kommt, dass die Wade „noch“ dicker ist, also mehr braucht. Am leichtesten habe ich mich getan, alles zu erwischen, ohne Stellen zwei Mal zu flashen, wenn ich von oben nach unten gearbeitet habe und zugleich sehr flexibel in den Bahnen war.

Am Besten wäre natürlich seitwärts zu arbeiten, dies ginge auch mit dem Remington, da das Kabel lang genug ist, aber man muss ewig dem Arm wechseln. Vielleicht gibt es auch einige, die von unten nach oben flashen können, aber einfachheitshalber sollte man eins beibehalten und nicht switchen.

6. Sonnenbrille & viel trinken

Es gibt welche, die brauchen sie – und es gibt welche, die brauchen sie nicht. Aber ich finde, eine Sonnenbrille bzw. richtige IPL-Brille ist ein Muss. Die Blitze sind sehr hell und wer empfindliche Augen hat oder schnell Kopfschmerzen, wegen solchen Flashs, bekommen kann, kommt an einer Sonnenbrille nicht vorbei. Außerdem schont man die Augen – auch wenn die Hersteller sagen, man bräuchte keine.

Trinken – ich hatte die ersten paar Mal „danach“ immer einen riesigen Durst. Ich habe mir angewöhnt, davor, dazwischen und danach gezielt „viel“ zu trinken – bei mir waren es 2 Gläser Leitungswasser (jeweils), was aber daran lag, da ich eh zu wenig trinke.  Man sollte aber zumindest etwas zum Trinken griffbereit haben, und sich einen Schluck genehmigen, wenn man das Bein wechselt oder eh eine Pause machen will/möchte, weil das Gerät z. B. auskühlen muss.

7. Die richtigen Pflegeprodukte davor & danach

Eigentlich gehen alle Produkte, aber … beim Remington durfte man 24 Stunden danach keine parfümierten Produkte auftragen. Die Haut ist auch einfach empfindlicher, und damit sie nicht zu gereizt wird, sollte man schon auf die richtigen Artikel achten.

Ich bin recht gut damit gefahren, wenn ich z. B. keine Alu-Deos benutzt habe, sondern eine Deo-Creme, die ohne Parfüm ist, dafür aber mit Zink. Zum Eincremen habe ich Kokosöl genommen, das ja so gar nix zusätzlich hat.

Natürlich kann man seine normalen Pflegeprodukte auch weiter verwenden, aber wenn man so eh mal etwas einfaches, natürliches ausprobieren wollte – Nein, die Zeit, in der man ein IPL-Gerät benutzt, ist wahrlich kein guter Zeitpunkt, um die Verträglichkeit von Pflegeprodukten zu testen!! – aber so wenig die Haut gereizt wird, desto besser geht es auch uns, oder?

Mein Testgerät ging übrigens wieder zurück, weil ich Punkt 4 einfach unterschätzt hatte, und ich mich am Schluss auch zwingen musste, mir die Zeit zu nehmen.

Vielleicht hat ja von euch noch jemand einen Tipp oder einen Rat, wie er sein IPL-Gerät benutzt, würde mich freuen.

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