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Junge Internetnutzer halten „Sponsored Posts“ nicht für eine Anzeige/Werbung

Eine aktuelle und neue Statistik von appina und statista hat ergeben, dass mehr als die Hälfte nicht weiß, was ein „Sponsored Post“ ist. Interessanter ist zudem, dass vielen nicht klar ist, was eigentlich dahinter steckt und wünschen sich eine „andere“ Kennzeichnung. 

In meinem Beitrag „Bloggen für Geld? Gerne, aber bitte legal!“ hatte ich bereits erwähnt, dass laut Rechtsanwalt Schwenke der Ausdruck „Sponsored Post“ vermieden werden sollte.

Die neue Umfrage „Bedeutung des Ausdrucks „Sponsored Post“ für viele junge Internetnutzer unklar“ von appina, eines Umfrage-App-Unternehmens, und statista zeigte nun, dass 64 % der befragten Jugendlichen (14-25 Jahre) keine Ahnung hat, dass hinter „Sponsored Post“ ein bezahlter (!) Beitrag/eine Anzeige zu finden ist. Überhaupt fanden knapp mehr als die Hälfte, dass es nicht eindeutig sei, dass dahinter eine „Anzeige“ steckt. Interessant ist zudem, dass fast die gleiche Anzahl (51,3 %) sich eben das Wort „Anzeige“ statt „Sponsored Post“ wünscht. Siehe Infografik unten.

Und nun? Hat man die Möglichkeit, seinen Lesern ganz eindeutig klar zu machen, dass für den Blog-Beitrag (oder was auch immer) Geld geflossen ist – oder man nutzt die Unkenntnis aus und „führt sie hinters Licht“. Tut man das wirklich? Immerhin ist es als Blogger nicht meine Schuld, wenn der Leser meint, der Beitrag wäre durch eine Spende zusammen gekommen (Umfrage: „26,8 % = Beitrag wurde durch ein Spende ermöglicht„). Und nein, auch Dein Finanzamt unterscheidet hier zwischen Spende und Einnahme, also nicht herausreden wollen ;o)
Hinzu kommt ja noch, dass dies die „Generation Internet“ ist, was ist mit den älteren Internet-Nutzern, die ebenfalls zur Zielgruppe vieler gehört – das müsste ja noch „erschreckendere“ Zahlen ergeben.

Viele verwenden immerhin die Kennzeichnung in der Überschrift – ich nutze sie auch nur am Ende des Textes, was aber darin liegt, dass sie so selten sind. Aber was nutzt eine Kennzeichnung, wenn keiner weiß, was sie bedeutet? Und muss einen Blogger/Webseite-Betreiber die Unkenntnis der Leser interessieren? Immerhin schreibt man ja schon, dass man durch die Affiliate-Links Geld verdient – das muss doch reichen, oder ?

Link zur Umfrage „Bedeutung des Ausdrucks „Sponsored Post“ für viele junge Internetnutzer unklar

Infografik: Bedeutung des Ausdrucks Sponsored Post

Grafikklick führt zur Umfrage auf Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista
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5 Kommentare zu “Junge Internetnutzer halten „Sponsored Posts“ nicht für eine Anzeige/Werbung

  1. Pingback: Jahresrückblick 2015 – das gabs letztes Jahr | Susi Testet und Bloggt

  2. Dass so wenig junge Menschen der englischen Sprache mächtig sind erschreckt schon etwas… Aber vermutlich gibt es einfach kein Interesse an der Auflösung unbekannter Begriffe? Mh. Also den Begriff Anzeige finde ich persönlich unglücklich, da es ja kein Text von einer Firma ist sondern meist ein selbst erstellter Text vom Blogger selbst, für den er / sie Geld erhalten hat. Mein liebstes Wort ist hier Advertorial, da so ein Blogtext mehr ist als eine „einfache“ Anzeige.

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    • Hm, also den Begriff hatte ich noch nie gehört und mal nach „Advertorial“ gegoogelt; bei gründerszene steht aber auch, dass du das als Anzeige/Werbung kennzeichnen musst – laut Presserecht http://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/advertorial
      Persönlich finde ich den Begriff nicht elegant gewählt, weil hier wohl keiner weiß, was das sein soll – ein Kofferwort aus Advertisment und Editoral … ich wäre ja schon froh, wenn mehr Deutsch sprechen/bloggen/schreiben würden … da gibts dann keine Missverständnisse und „Schönschreiberei“ ;o)

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  3. Wenn ich böse wäre, würde ich a sagen, das die Generation Internet scheinbar sogar für Google schon zu blöd ist.
    Der Ausdruck ist nicht eindeutig, ja. Aber das für einen gesponserten Beitrag Geld geflossen ist, sollte eigentlich klar sein.

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    • Einerseits haste natürlich recht; andererseits woher sollen Nicht-Blogger das wissen, wer weiß schon was ein Affiliate-Link ist oder was er bedeutet, wenn er in das Geschehen nicht involviert ist. Mal gucken, ob die Umfrage was ändert, denn Nutzerfreundlicher ist das Wort Anzeige auf jeden Fall.

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