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[TeeWoche] Tag 4: Wie bereite ich Tee richtig zu?

„Man gießt sich schnell mal eine Tasse Tee auf“ – ist die einfachste Zubereitungsart für Tee. Aber wer guten Tee genießen will, weiß, dass Temperatur und Zeit beim Teeaufgießen eine wichtige Rolle spielen. Zu schnell wird ein Tee zu bitter und schmeckt dann einfach nicht mehr – und dies kann nicht nur beim Schwarzen Tee der Fall sein.

Wichtig ist die richtige Zubereitung nicht nur beim losen Tee, auch hochwertiger Tee in Beutel kann schnell bitter werden, wenn er zu lange zieht oder das Wasser zu heiß ist. Bei Beuteltee sowie losen Tee steht oftmals eine Zeit sowie eine Temperatur dabei, die es einzuhalten gibt, aber nicht unbedingt auch die richtige für den persönlichen Teegenuss ist.

Die richtige Wassertemperatur für den Tee

Tee ist ein Produkt, das nicht nur gut schmeckt, sondern dem auch bestimmte Wirkungen nachgesagt werden. Abhängig von der gewählten Teesorte natürlich. Damit der Tee aber seine Wirkung auch entfalten darf, darf man ihn nicht „verbrühen“.

Bei Grünem, Weißem und Gelbem Tee spricht man von einer Wassertemperatur von circa 75° C. Diese Temperatur gilt auch für den Oolong Tee. Während Grüner Tee mit einer Wassertemperatur von 60° C bis zu 90° C aufgebrüht werden kann (abhängig von der Sorte), sollte beim Weißen oder Gelben Tee die 75° C nicht überschritten werden. Schwarzer Tee hingegen kann locker mit 95° C aufgebrüht werden, aber weniger ist auch hier mehr. Im Schnitt liegt man mit 75° C sehr gut im Mittel. Auch der Pu Erh Tee wird mit 70° – 90° C aufgegossen.

Früchtetee sowie Kräutertee kann mit kochendem oder 95° C heißem Wasser bedenkenlos aufgegossen werden. Dasselbe gilt für den Roiboos-Tee, der mit 95 – 98° C aufgegossen werden kann.

Man kann also das Wasser ruhig kochen lassen, sollte es dann aber wieder auf die richtige Temperatur abkühlen lassen. Aber: Im Tee können sich diverse Keime oder Schimmel bilden, sodass ein „sicheres Lebensmittel“ nur dann vorhanden ist, wenn man es mit kochendem Wasser übergiest.

Wichtig beim Wasser ist auch, welches Wasser es ist.

Das richtige Wasser für Tee

Der ideale Härtegrad liegt bei 8 Grad – was einer Härtestufe von II entspricht. Wer die Möglichkeit hat, sein Wasser zu entkalken, sollte einfach mal einen Test mit entkalktem Wasser bei einer Tasse Tee durchlaufen lassen.

Viele nutzen auch Mineralwasser zum Teekochen, wovon man eigentlich die Finger lassen sollte. Wer es dennoch nutzt, sollte darauf achten, dass der Kalzium-Gehalt sowie der Hydrogenkarbonat-Gehalt sehr niedrig ist. Kalzium sollte unter 10 mg/l, Magnesium unter 30 mg/l und Hydrogenkarbonat unter 20 mg/l im verwendeten Wasser enthalten sein.

Mein Mineralwasser von Edeka besitzt: 181 mg/l Hydrogenkarbonat, 54,5 mg/l Kalzium und 5 mg/l Magnesium. Also nicht wirklich geeignet fürs Teekochen. Ich habe es auch noch nie mit Mineralwasser ausprobiert, muss ich zugeben.

Wie lange muss ein Tee ziehen?

Wer einen Tee zu lange ziehen lässt, läuft Gefahr eine bittere Erfahrung machen zu dürfen.

Die Ziehzeit für Grünen Tee liegt bei 1 – 5 Minuten, entscheidend ist hier die Art von Grüntee. Guter grüner Tee darf auch ruhig öfters aufgegossen werden. Ähnlich verhält es sich mit dem Weißen und Gelben Tee. Wobei diese im Schnitt und auch wieder abhängig von Sorte knapp 2 Minuten ziehen sollten. Auch diese beiden können mehrmals aufgegossen werden. Schwarzer Tee kann auch circa 3 Minuten ziehen, es gibt sogar Sorten, die bis zu 10 Minuten ziehen können. Oolong Tee kann zwischen 1 – 4 Minuten ziehen, er kann auch öfters aufgegossen werden, aber die Ziehzeit verlängert sich dadurch. Pu Erh Tee sollte wohl nur 5 – 15 Sekunden (!!) ziehen, andere Quellen sprechen von aufgießen, abgießen, aufgießen, abgießen, aufgießen und dann trinken. Andere wiederum sprechen von 1 – 2 Minuten Ziehzeit. Ich würde mal sagen: Probiert es einfach aus!

Bei Früchtetees hingegen beträgt die Zeit – abhängig von den Inhalten – 5 Minuten, bei Kräutertees kann die Ziehzeit bis zu 10 Minuten betragen. Der Roiboostee kann ebenso 5 – 8 Minuten ziehen und mehrmals aufgegossen werden.

Hält man sich an die Angaben auf den Packungen fährt man eigentlich nicht schlecht und nach einiger Übung, weiß man auch, nach wie vielen Minuten der perfekte Teegenuss vorhanden ist.

Neben Temperatur von Wasser und der Ziehzeit für Tee bestimmt auch die Menge an Tee den Geschmack. Länger Ziehenlassen bedeutet nicht, dass der Tee stärker wird, die Menge an Tee ist entscheidend bei diesem Kriterium. Bei den meisten Teesorten – im losen Zustand – sind Gramm angegeben, an die man sich beim Testen von neuen Sorten halten soll. Nach einiger Zeit weiß man selbst, wie viele Gramm bzw. Teelöffel Tee man für den perfekten Genuss benötigt.

Zum Messen der Zeit nutze ich immer meine „Eier-Uhr“, aber hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Was nutzt ihr für die perfekte Zeit?

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Quelle: www.tea-exclusive.de

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